Reporterreisen

Wir waren in der Elfenbeinküste, in Georgien, Moldawien und Armenien. Einmal im Jahr brechen wir auf zu einer 10-tägigen Recherchereise und produzieren aus unseren Stories ein Webmagazin. Im September 2021 reisten wir nach St. Petersburg, im September 2022 nach Lwiw, in den Westen der Ukraine. 2023 ging es, unterstützt von den Goethe-Instituten der Region, nach Nordafrika und in den Nahen Osten, nach Marokko und Sudan, nach Palästina und Irak.

Reporterinnen und Mentoren beim Vorbereitungstreffen in Berlin mi

El Asfaar, Die Reise (2023)

12 Storys in Zusammenarbeit mit den Goehte-Instituten Nordafrika/Nahost von Rabat bis Riad. Sie handeln von Aufbruch und Eigensinn, von Zuversicht und Rückbesinnung, von starken Frauen, von Männern, die neue Wege gehen. In RUYA (arab. 'Vision'), dem multimedialen Magazin des Goethe-Instituts aus den arabischsprachigen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens, wurden die Geschichten ebenfalls publiziert. https://www.goethe.de/prj/ruy/de/index.html

Lwiw, Ukraine: auf den "Ramblas" im Stadtzentrum wenige Monate nach Kriegsbeginn

Lwiw, Ukraine (2022)

Krieg und Normalität. 10 Reportagen. Fahren oder nicht fahren? Das war bis wenige Tage vor der Abreise die Frage. Der russische Angriffskrieg tobte im Osten und im Süden. Wir fuhren. Weil wir mit eigenen Augen sehen wollten, wie die Menschen dem Krieg und der Zerstörung trotzen und ihren Alltag organisieren.

St. Petersburg

St. Petersburg (2021)

Hinter Prunk und Platte. 12 unerwartete Geschichten aus St. Petersburg

Armenien: Der große und der kleine Ararat

Armenien (2019)

Korruption und Willkür herrschten in Armenien, bis zehn­tausende mutige Bürger auf die Straße gingen und ihre Herrscher davon jagten. Die Samtene Revolution im Jahr 2018 veränderte das Land.

Moldawien (2018)

Die Republik Moldau ist das ärmste Land Europas. Sie kämpft mit der höchsten Abwanderungsrate. Prognosen der UN zeigen, dass die Bevölkerungszahl in den nächsten 50 Jahren um ein Drittel schrumpft.

Georgien

Morgen in Georgien (2017)

Ein kleines Land am Kaukasus strebt nach Europa. Seit März 2017 haben seine Bürger Visafreiheit. Die Euphorie ist groß: Es gibt EU-Infocenter, in der Hauptstadt hisst die Regierung schon heute die Europäische Flagge, und von den Hängen des Kaukasus fließt oranger Wein in die Länder der Union. Georgien ist aber auch ein Land, in dem man Stalin im Einkaufszentrum begegnet. Hier trennt Stacheldraht den Bauern von seinen Kühen, junge Frauen vermieten ihre Gebärmutter, dürfen aber nicht alleine wohnen. Und die Georgier sagen von ihren Gästen, sie seien von Gott gesandt. Elf Reporter der Zeitenspiegel Reportageschule wollten wissen, was das für ein Land ist, mit dem Europa so heftig flirtet. Gemeinsam mit drei kaukasischen Kollegen machten sie sich auf die Reise. X video

Saluti dalla Puglia

Saluti dalla Puglia (2016)

Der Süden Italiens ist reich an Sonne, Fisch und Oliven, aber arm an Perspektiven: Zwischen Mafia, Kirche und Patriarchat bleibt für Neues kein Platz. Dachten wir. Dann sind wir nach Apulien gefahren.

Allez Bouaké!

Allez Bouaké (2015)

Früher war die Elfenbeinküste das Vorbild für Westafrika. Bis 2002 der Bürgerkrieg das Land zerriss. Mehr als zehn Jahre später gibt es wieder Hoffnung. In der ehemaligen Rebellenhochburg Bouaké sieht man, wie Aufbruch glücken kann – und wie nicht.

Apropos Kosovo

Apropos Kosovo (2014)

Kosovo ist nicht nur eines der kleinsten, sondern auch das jüngste Land Europas. Jung ist auch die Bevölkerung, die Hälfte unter 25 Jahren. Es wächst eine Generation heran, die mit anderem in Verbindung gebracht werden will als mit Krieg. Wir spürten diese Aufbruchstimmung in der Hauptstadt Pristina genauso wie weit oben in den Bergen. Apropos Kosovo ist ein Online-Magazin, ein Puzzle aus zwölf Geschichten, die sich zu einem großen Bild zusammenfügen. Es erzählt beispielsweise von der Arbeit einer mutigen Fernsehmoderatorin, die Skandale aus Politik und Wirtschaft aufdeckt. Von der Hochzeit eines jungen Paares und ihrem Umgang mit Tradition und Moderne. Oder von den Studierenden, die mit Protesten ihren Rektor davon jagten. Es erzählt von einem Land, das es lohnt zu entdecken.

Servus, Bosporus!

Servus Bosporus (2013)

In den Geschichten findet sich die Vielfalt der Metropole Istanbul, aber auch die Vielfalt journalistischer Erzählformen wieder. Von „lustig“ (Erfahrungen als Bauchtänzerin) bis „traurig“ (grundlos verhaftete Journalisten); von „interessant“ (die Bosporus-Deutschen) bis „schockierend“ (Textilproduktion); von „schräg“ (Besuch bei einer Wahrsagerin) bis „überraschend“ (Besuch bei einem Schweinemetzger). Die ursprüngliche Multimedia-Webseite ist aus technischen Gründen nicht mehr verfügbar. Dennoch sind die 12 Reportagen als PDF erhalten.

Zehn Tage Siebenbürgen (2012)

Reportieren bedeutet zurückbringen. Hinfahren - erleben - zurückbringen. Seit Beginn reisen die Nachwuchsreporter der Zeitenspiegel-Reportageschule im ersten Quartal ihrer Ausbildung für mindestens eine Woche in eine ihnen unbekannte Region im Ausland. Sie bereiten sich vor, suchen nach Themen und trainieren dabei auch, sich nur mithilfe von Übersetzern verständlich zu machen. In den ersten Jahren stand Italien im Fokus, die recherchierten Geschichten wurden in Form eines gedruckten Hefts präsentiert.

15 Grad Ost (2011)

Es ist Sommer 2010. Irgendwo im Niemandsland zwischen Zittau und Görlitz an der Bundesstraße 99. Dort hinten liegt Polen, rechts daneben Tschechien. Zwölf junge Reporter haben hier Stellung bezogen. Sie schlafen auf Bäumen, suchen nach Wölfen und jagen ein Phantom. Auf "15 Grad Ost" erzählen sie Geschichten von Angst und Verfall. Aber auch von Hoffnung und Neubeginn.

Pistoia Toskana (2010)

Die meisten Besucher, die zum ersten Mal auf dem Domplatz von Pistoia stehen, machen sich Vorwürfe: Warum erst jetzt? Warum waren sie in der Vergangenheit immer an dieser Stadt vorbei gefahren? Auf dem Weg nach Florenz, nach Lucca oder sonst einer toskanischen Stadt mit einem klingendem Namen. Pistoia? Ja, man hat den Namen schon einmal gehört, gelesen vielleicht auf einem Autobahnschild - aber etwas damit verbunden? Kein Michelangelo wirkte hier, kein Piero della Francesca hinterließ seine Fresken, kein architektonisches Weltwunder ist von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes eingetragen. Und vielleicht gerade deshalb ist die Stadt am Fuße des Apennins eine Reise wert. Sie ist so wunderschön und liebenswert normal.

A Tavola!

A Tavola! (2009)

Es gibt wenige Landschaften, deren bloße Nennung den Körper so in Wallung bringen können wie die Toskana. Bilder von Zypressenalleen erscheinen vor dem inneren Auge, dahinter ein mächtiges Steinhaus und Hügelketten bis zum Horizont. Man riecht die wilde Minze, den Wiesenthymian, und der Magen sendet Hungersignale. Die Toskana ist eine essbare Landschaft. Cibo - die Nahrung - steht im Mittelpunkt ihrer Bewohner. Junge Autoren der Zeitenspiegel-Reportageschule haben sich auf jenen Teil der Toskana gestürzt, der noch nicht ausgelutscht, abgenagt und zehnmal wiedergekäut ist: die Gegend um die Provinzhauptstadt Arezzo.

Arezzo

Arezzo (2008)

Die Autorinnen und Autoren der Berichte, Portraits und Reportagen in diesem Heft machten sich eine Woche lang auf die Suche nach den Besonderheiten dieses toskanischen Landstriches. Sie trafen einen katholischen Priester, der seiner einzigen Liebe nachtrauert: der hochschwangeren Jungfrau Maria. Erlebten die Stadt Arezzo im Ausnahmezustand eines mittelalterlichen Ritterspiels. Und brachen das Brot mit einem rumänischen Ex-Fußballprofi, der als Bäcker eine neue Existenz fand.